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Erlebnisraum Bahntrasse

Wie wird die Bahntrasse zur Lebensader von Trofaiach?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

05. - 07. Juni 2019

Stadtsaal Trofaiach | Gößgrabenstraße 17, 8793 Trofaiach

Die Bahntrasse

 

 

Die Entwicklung der Hauptstraße von Trofaiach wurde zum Vorbild vieler Städte im deutschsprachigen Raum: Aus einer von leerstehenden Gebäuden gesäumten Straße wurde eine attraktive Straße der Vielfalt und Alltagsraum für viele Bewohnerinnen und Bewohner Trofaiachs.

 

Mit dem Erwerb der quer durch Trofaiach verlaufenden, brachliegenden Bahntrasse bietet sich nun abermals die Möglichkeit, einen attraktiven Lebensraum mitten in Trofaiach neu zu gestalten. Die ungenutzte Bahntrasse soll zukünftig ein Erlebnisraum werden, der Trofaiach Nord und West mit der Innenstadt verbindet – die Bahntrasse wird zu einer Lebensader von Trofaiach!

Die Natur hat sich die Bahntrasse zwischen dem Stadtpark und dem Hallenbad in den vergangenen 20 Jahren zurückgeholt.

An manchen Stellen wurde die Bahntrasse zur gefühlten Grenze zwischen zwei Stadtteilen, an anderen Stellen zur unüberwindbaren Barriere zwischen Nachbarn.

Die Bahntrasse bietet Raum für neue Möglichkeiten und kann bestehende Nutzungen links und rechts der alten Eisenbahn zukünftig verbinden.

Im Zuge der Ideenwerkstatt stellen wir uns die Frage, wie aus unberührtem Naturraum wieder Stadtraum werden kann?

Wo gibt es ähnliche Projekte?

Die Bahntrasse als belebter öffentlicher Raum

Beispiele aus bekannten Städten wie New York und Sydney vermitteln, wie aus ehemals trostlosen Bahntrassen belebte öffentliche Räume werden können. Durch eine Kombination von Geh- und Radwegen mit Verweil- und Aktivitätsmöglichkeiten entstehen Alltagsräume, die den umliegenden Stadtraum miteinander verbinden und eine neue Lebensader darstellen.

Foto: chrofi

Eine Bahntrasse wird zur Radtrasse

Auf einigen aufgelassenen Bahntrassen fährt zwar keine Dampflok mehr, dafür aber ein muskelbetriebenes Verkehrsmittel: die Fahrraddraisine. Diese ermöglicht es Gruppen von bis zu vier Personen gemütlich auf der alten Eisenbahnstrecke durch die Stadt zu radeln und ins Umland zu gelangen.

Foto: Weinvierteldraisine Infrastruktur GesmbH

Neue Musik auf altem Gelände

Städte wie München zeigen es vor: Stillgelegte Bahntrassen bieten ausreichend Platz für öffentliche Veranstaltungen wie Konzerte oder Frühschoppen. Historische Schienenfahrzeuge stellen als Infrastruktur-Hotspot den Ausgangspunkt für unterschiedliche Aktivitäten dar.

Foto: Instagram | munichmag_de

Naturraum sichtbar machen

Die Natur hat sich die Bahntrasse in den letzten 20 Jahren wieder einverleibt. Dieser unvergleichliche Naturraum bietet ein hochwertiges Ökosystem mitten in der Stadt. Einige Städte unterstützen die Natur dabei, dass dieser Prozess intensiviert wird und machen den Naturraum durch gezielte Wege sicht-, begreif- und erlebbar.

Foto: Dion Robeson

Die Bahntrasse bleibt, was sie ist

Einige aufgelassene Bahntrassen erfuhren in jüngster Zeit eine Reaktivierung als wieder genutzter Museumsbetrieb. Ein Beispiel stellt die Strecke zwischen Mariazell und dem Erlaufsee dar, die 2015 vom Verein Museumstramway in Stand gesetzt wurde und seither die Geschichte der Technik österreichischer Lokalbahnbetriebe widerspiegelt.

Foto: Österreichisches Straßenbahn- und Lokalbahnbetriebsmuseum „Interessensgemeinschaft Museumstramway“

Nach dem Zug ist davon nichts mehr zu sehen

In innerstädtischen Bereichen findet eine hohe Nutzungsdurchmischung statt. So kann es auch sein, dass sich eine Bahntrasse durch Märkte und Geschäfte schlängelt. Und sobald die Bahn passiert hat, breitet sich das öffentliche Leben wieder aus und von der Bahntrasse ist nichts mehr zu erkennen. Dafür werden Grenzen ausgelotet und Einrichtungsgegenstände wie auch Stadtmobiliar möglichst flexibel gestaltet.

Foto: jason kwok/cnn

Ein Park rückt an die Bahntrasse heran

Innerstädtische Grünflächen entlang betriebener Bahntrassen waren oft schlecht nutzbare Resträume ohne hohe Aufenthaltsqualität. Da Bahnverbindungen gekappt wurden, erfuhren diese Grünflächen eine starke Aufwertung – ähnlich in Trofaiach. Eine mögliche Weiterentwicklung ist die Vergrößerung von Parkanlagen bis knapp an die Gleiskörper. Somit ergeben sich neue Aufenthaltsräume mit neuen Nutzungen.

Foto: Loidl

Die Bahntrasse als Stadtmobiliar

Müssen Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum dort bleiben wo sie sind? Und wie kann man eine brach- liegende Bahntrasse zum attraktiven Stadtmobiliar machen? Fragen wie diese stellten sich BewohnerIn- nen des Pariser Bezirks Ménilmontant. Innerhalb von zwei Monaten entwickelten und bauten sie gemein- sam unterschiedliche Stadtmobiliare für die durch ihren Bezirk laufende Bahntrasse.

Foto: copec

Ein Radweg schließt die Lücke

Stillgelegte Bahntrassen durchqueren in vielen Fällen wunderbare Landschaften abseits vielbefahrener Straßen. Daher scheint es nur logisch, die Bahntrasse in einen Radweg zu transformieren und aufgelassene Bahnhöfe als attraktive Raststationen für RadfahrerInnen aufzubauen.

Foto: Philipp Herrlich

Die Bahntrasse als alternative Energiequelle

Was auch immer mit der Bahntrasse passiert, begehbare PV-Paneele zwischen den Schienen bieten eine Möglichkeit auf einem umweltfreundlichen Weg Energie zu erzeugen. In Deutschland sollen bis Ende 2019 rund 1.000 Kilometer Bahntrasse mit diesen Modulen versehen werden.

Foto: Bankset Energy Corporation

Eine ebene Oberfläche trotz Bahntrasse

Straßenbahnschienen sind zwar häufig im Bodenbelag eingelassen, weisen dennoch Bodenunebenheiten auf. Diese Unebenheiten führen in manchen Fällen zu Unfällen, wenn die Räder eines Fahrrads in die Schienen gelangen. 2018 wurde in Zürich eine neuartiges Straßenbahngleis mit eingelegten Gummistreifen verlegt. Der Gummi zieht sich unter der Belastung von Straßenbahnen zusammen und bleibt bei geringeren Belastungen stabil. Dadurch ergibt sich eine ebene Oberfläche ohne Verletzungsgefahr.

Foto: Simon Eppenberger

Die Bahntrasse wird zur Laufbahn

Die rund 750 Meter lange Klosterwiesgasse in Graz wurde 2011 zum Laufweg umgebaut. Mitten drin befindet sich die Trasse der Straßenbahn, die als Abstandsmarkierung der Laufbahnen dient. Eine Möglichkeit, aus einem Verkehrsraum eine Aktivitätszone zu machen.

Foto: Janser/ Koller

Eine bewegte Bar

Die fahrBar ist eine mobile Bar auf Schienen, die im Rahmen eines Entwerfens der TU Wien von Studierenden realisiert wurde und einen Tag lang auf einer stillgelegten Bahntrasse in Wieselburg unterwegs war. Die vorhandenen Gleise werden als Potential der Region gesehen und durch die ungewohnte Nutzung wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Der bewusste Einsatz des „Langsamen“ – das Auf- und Absteigen ist jederzeit möglich, da die Bar als überdimensionales Trittbrett konzipiert ist –, ermöglicht den Nutzenden, die Landschaft auf eine andere Art zu erleben.

Foto: Eva Kraler

Aufgabe

Die Natur hat sich die Bahntrasse zwischen dem Stadtpark und dem Hallenbad in den vergangenen Jahren zurückgeholt. An manchen Stellen wurde sie zur gefühlten Grenze zwischen zwei Stadtteilen, an anderen Stellen zur unüberwindbaren Barriere zwischen Nachbarn. Durch den Erwerb der Bahntrasse durch das Land Steiermark ergeben sich nun neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Stadt: Die Bahntrasse könnte zu einem Erlebnisraum werden, bei dem bestehende Orte für Aktivitäten und Entspannung (wie der Stadtpark, das Hallenbad und die Krumpenloipe) mit der gesamten Stadt verbunden werden. Darüber hinaus könnte in Zukunft die Bahnverbindung zwischen Leoben und Eisenerz reaktiviert und durch den Verein Erzbergbahn in unregelmäßigen Abständen mit einer Nostalgiebahn befahren werden.

Ablauf

Drei Tage lang ist das Team von nonconform für Sie da – 
auf der Suche nach Ihren Ideen, Visionen und guten Gesprächen.

Das offene Ideenbüro befindet sich im Stadtsaal Trofaiach, Gößgrabenstraße 17, 8793 Trofaiach

Mittwoch, 5. Juni

14:00 Uhr
Ge[h]spräche entlang der Bahntrasse

Wir begehen mit allen Interessierten die Bahntrasse und führen Gespräche über die mögliche Zukunft des Areals. Wir starten um 14:00 Uhr im Stadtpark und gehen dann in Richtung Norden. Nehmen Sie Ihre Ideen und Wanderschuhe mit, um die Versorgung kümmert sich die Stadtgemeinde Trofaiach!

17:00 Uhr
Offenes Ideenbüro

Vorbeikommen, mitreden und mitgestalten!

19:00 Uhr
Kurzvorträge und Entwickeln

Wir präsentieren unterschiedliche Projekte, bei denen aus einer brachliegenden Bahntrasse wieder ein lebendiger Raum wurde.
Im Anschluss entwickeln wir mit allen Anwesenden die Grundzüge der Lebensader Bahntrasse!

Donnerstag, 6. Juni

09:00 Uhr
Offenes Ideenbüro

Vorbeikommen, mitreden und mitgestalten!

12:30 Uhr Pause

14:00 Uhr
Offenes Ideenbüro

Vorbeikommen, mitreden und mitgestalten!

19:00 Uhr
Ideen auf dem Prüfstand

Wir bündeln für den Workshop die Erkenntnisse der ersten beiden Tage und entwickeln gemeinsam mit allen Anwesenden Strategien und Maßnahmen zur Umgestaltung der Bahntrasse.

Freitag, 7. Juni

09:00 Uhr
Offenes Ideenbüro

Vorbeikommen, mitreden und mitgestalten!

12:30 Uhr Ideenannahmeschluss

Wir ziehen uns zum Ausarbeiten zurück!

19:00 Uhr Schlusspräsentation

Wir präsentieren das Ergebnis der Ideenwerkstatt: eine neue Vision für die Bahntrasse.
Bei Speis und Trank lassen wir die Ideenwerkstatt gemütlich ausklingen und stoßen auf das gemeinsam entwickelte Konzept an!

Wo könnten wir neue Treffpunkte entlang des möglichen neuen Erlebnisraums entwickeln?

Wo könnten entlang der Bahntrasse künftig Veranstaltungen stattfinden?

Wo könnten wir Hindernisse abbauen und damit eine bessere Verbindung der Stadtteile für Fußgänger und Radfahrerinnen schaffen?

Wie sollte die Bahntrasse gestaltet werden, damit wir diese gerne besuchen und uns dort wohlfühlen?

Wie könnte eine Anbindung der bestehenden Flächen an die neue Lebensader gelingen?

Wie könnte eine touristische genutzte Bahntrasse mit den Freizeit- & Erholungsansprüchen der Bevölkerung in Einklang gebracht werden?

Ideenforum

Wie wird die Bahntrasse zur Lebensader von Trofaiach?

Wir freuen uns auf Ihre Ideen! Diese werden gesammelt und fließen im Rahmen der Ideenwerkstatt in das Ergebnis ein. 

Ergebnis

Hier finden Sie nach Abschluss der Ideenwerkstatt vom 05. – 07. Juni die Ergebnisse.